durch


durch
durch:
Das westgerm. Wort (Präposition und Adverb) mhd. dur‹ch›, ahd. dur‹u›h, niederl. door, engl. th‹o›rough steht im Ablaut zu got. Þaírh »durch«. Außergerm. sind z. B. verwandt aind. tiráḥ »durch, über, abseits« und lat. trans »jenseits, über – weg«, das in zahlreichen aus dem Lat. entlehnten Fremdwörtern als erster Bestandteil steckt ( trans..., Trans...). Siehe auch den Artikel Thriller. Für das Adverb »durch« steht schriftsprachlich gewöhnlich »hindurch« ( hin) oder auch die Verdoppelung »durch und durch«. Als Präposition mit dem Akkusativ gab »durch« im Ahd. meist lat. per wieder; es kann wie dieses Weg oder Zeit im Sinn eines Hindurchgehens bezeichnen, woraus sich schon ahd. die Übertragung auf eine vermittelnde Person oder Sache ergab (Gott spricht durch den Mund der Propheten; durch Leid gereift); in dieser Verwendung konkurrieren z. T. »mit« und »von«.
Mit Verben bildet »durch« unfeste, aber auch feste Zusammensetzungen, die sich oft nahe berühren (dúrchbohren, durchbóhren). – Zus.: durchaus (frühnhd. als Raumadverb für »hindurch und hinaus«, seit dem 18. Jh. übertragen für »ganz und gar, unbedingt«); durchweg »ohne Ausnahme« (18. Jh.).

Das Herkunftswörterbuch . 2014.

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